Montag, 26. Mai 2014

Ein "freier Montag"

Ein freier Tag zwischendurch tut oft nicht nur einem selber gut, sondern auch denen, die mit einem arbeiten müssen usw. Da es allerhöchste Zeit war, im "Haus Gethsemani" (Haus der Stille) in Marx nach dem Garten zu sehen, machte ich mich früh auf den Weg, erst in eine Gärtnerei, dann an die (Garten-)arbeit. Um die Pflege zu vereinfachen, soll es viel Grünfläche geben, einfach Gras. Aber auch das ist nicht einfach, denn die Sommer an der Wolga sind trocken und heiß. Schon seit 14 Tagen steigt das Thermometer täglich über 30 Grad. Von Regen keine Spur. Die Erde ist ausgetrocknet und hart. "Da muß man gießen!" - Aber auch mit dem Wasserdruck in der Kleinstadt Marx gibt es Probleme. Es gab schon Jahre, in denen das Gießen behördlich verboten wurde, weil es zu wenig Wasser in der Stadt gab und auch der Grundwasserspiegel stark gefallen war. (Und das "an der Wolga"!) Kurz: Ich bin nicht allzuweit gekommen mit dem Zerklopfen der steinharten Erdbrocken des gepflügten Bodens. Und heiß war es, wie gesagt. Gesät habe ich trotzdem, ca. ein Viertel der Fläche. Und vier Obstbäume haben wir gesetzt, mit den Schwestern. Am Abend kam sogar noch der Generalvikar für eine halbe Stunde zum Helfen, nämlich bevor er seinen Abend mit Jugendlichen unseres "Georg-Matulaitis-Hauses" begann.
Heute beenden wir vielerorts das dreitägige begleitende Gebet der Wallfahrt des Papstes ins Heilige Land. Um den Geist der Brüderlichkeit in der Ukraine beten wir vorerst weiter, nach jeder heiligen Messe in allen katholischen Pfarrgemeinden Russlands.