Freitag, 13. Juni 2014

Alt-Kalitva

250 km sind es von Woronezh zur Außenstation Alt-Kalitva. Unterwegs fuhren wir an einer uralten Siedlung vorbei, in der man bei Ausgrabungen u.a. auf viele Mammut-Knochen gestoßen ist. Am Weg lagen auch Soldatenfriedhöfe aus dem 2. Weltkrieg. Ungarn und Italiener waren hier am Don stationiert. Besonders zu Herzen ging mir der erste Wegweiser nach Lugansk (Ukraine), denn in dieser Richtung fuhren wir. 


Vor 2 Jahren war ich das letzte Mal in Kalitva und feierte heilige Messe in einem kleinen, einsturzgefährdeten Häuschen (Foto links oben, Vordergrund). Obwohl noch nicht fertig, nutzen wir heute schon den Neubau im Hintergrund. Die Kapelle ist ein großer und (wichtig!) hoher Raum. Mit Pater Marek, dem Pfarrer, zelebrierte ich die hl. Messe vom hl. Antonius. Es ist immer sehr erfrischend, wie die Leute in der Diaspora auf Außenstationen bei der Predigt zuhören und "mitgehen". Es gibt im Haus auch eine Küche und Schlafräume. Denn in der Hauptsache ist das Haus für Kindererholung im Sommer gedacht, neben seiner Nutzung für Gottesdienste und Katechesen, natürlich. Zurück, wie am Morgen "hin", brauchten wir 3,5 Stunden im Eiltempo. Die rohen Eier in einer Tüte haben das Geschüttel im Kofferraum heil überstanden, die vielen Erdbeeren der Leute hingegen, haben selbstständig ihre Versaftung begonnen.