Samstag, 5. Juli 2014

Heute wurde im Bistum Sankt Clemens eine Kirche geweiht

Trotz schwühler Hitze, war der heutige Samstag ein frohes, großes Fest für die Katholiken des Nordkaukasus. Ich hatte meinen Fotoapparat in Natschik vergessen. Darum nebenan nur ein paar Bilder von gestern, dem letzten Tag der Vorbereitungen auf die heutige Kirchweihe in Blagoveshenka. Aus fast allen Pfarreien des Dekanats waren sie gekommen: Aus Vladikavkaz, aus Nowopawlowsk und Pyatigorsk begrüßte ich ganze Gruppen von Pilgern in das nicht gerade an der Hauptstrasse gelegene Dorf. Viele Kinder waren dabei. Und es ging herzlich zu. Jeder kennt hier jeden, auch wenn es 100 und mehr Menschen sind, die aus einem weiten Gebiet zusammenkommen. Nach dem 2-Stunden-Gottesdienst gab es Mittagessen für alle. Im Laufe des Nachmittags blickte die Gemeinde mit Hilfe von Dias dankbar auf ihre über 20-jährige "Biographie" zurück. Es folgte das gemeinsame Gebet der Vesper in der neuen Kirche, in der immer noch die Kerzen vom Weihegottesdienst am Morgen brannte. Und dann war wieder Zeit zum Erzählen, Spielen, ... Pater Laurent, der Pfarrer, wird ziemlich kaputt sein, wenn er in ein paar Minuten mit seinem Auto zurück nach Naltschik kommt. Heute Nacht hatte er die Kirchentür vom Tischler geholt. Eine Stunde vor Beginn der Messe wurde sie eingesetzt. Und die "Katastrophe": Sie ist 20 cm zu kurz. Aber das hat heute keinen gestört. Demnächst muss es korrigiert werden. Fürs Erste hat die Kirche eine natürlich Lüftung. Die Kirche ist im Stil und weithin mit Methoden wie vor 1000 Jahren hier im Kaukasus gebaut. Das hat dem Pfarrer große Achtung bei einheimischen Nichtchristen eingebracht, die um die Bewahrung ihrer Kultur bemüht sind.