Samstag, 30. August 2014

Ab in die Berge

Auch das hat schon seine kleine Tradition: das Samstagsprogramm waehrend meines Besuchs in Vladikavkaz: Nach der heiligen Messe am Morgen stiegen auch heute alle in einen Autobus und in die in der Gemeinde vorhandenen PKWs, um einen Ausflug zum Picknick in die Berge zu machen. Dass es nicht - wie gestern und bis zum fruehen Morgen - regnen wird, glaubten mir die Leute, nachdem eine andere Sache ungewollt "funktionierte": Ich erwaehnte in der Predigt die vor dem Fenster aller fuenf Minuten laut vorbeirasselnden Strassenbahnen als Beispiel fuer den alltaeglichen Laerm, in dem wir leben. Kurz darauf sprang eine Bahn aus der Schiene und blockierte die Strecke bis zum Mitttag. Nachdem wir das zum Verkauf angebotene Ferienlager "Frische Bergluft" erreicht hatten, wurde unter freiem Himmel aufgetischt: Schaschlyk, Ossetinische Pfannkuchen, Gemuese, Kuchen, ... Es wurde erzaehlt, gespielt (Foto: Pfarrer und Kinder), wie in einer grossen Familie. Die Leute kennen sich gut und interessieren sich fuer Freuden und Noete der anderen. Der Caritasdirektor nutzte die Zeit, um mir die aktuelle Situation seiner Projekte zu schildern. Mit dem Pfarrer sprach ich ueber seelsorgliche Dinge, am Tisch ueber Taufe, Religionsunterricht, Saratow, das Weltjugendtagskreuz u.v.m. Schade, dass mehrere Familien von hier weggezogen sind, hauptsaechlich einer besser bezahlteren Arbeit wegen. Ich vermisste sie heute. Gegen 17.00 Uhr kehrten wir in die Stadt zurueck.