Sonntag, 24. August 2014

Doppelter Abschied


Es muss ein lustiger Abend gewesen sein, gestern auf der Insel. Ich war leider nicht dort. Fröhlich und nicht übermüdet kehrten die Jugendlichen heute Morgen in die Stadt zurück. Die sonntägliche Eucharistiefeier in der Kathedrale bildete den offiziellen Abschluss des Jugendtreffens. Das Evangelium mit Jesu Frage an die Jünger, für wen ihn wohl die Leute halten, bildete den Anstoß für eine gemeinsame Betrachtung in etwas ungewöhnlicher Richtung: Wenn nun Jesus, nachdem die Jünger aus den Dörfern zurückkamen, in jene Ortschaften gegangen wäre und die Leute gefragt hätten, welchen Eindruck sie von seinen Schülern hätten und für wen die ihn wohl halten würden, ... was hätten die Leute geantwortet? - Und wenn wir uns dann an den Platz der Jünger stellen? Was denken die Leute zu Hause - da, wo wir jetzt wieder hingehen - von uns, in Bezug auf Jesus? Sieht man uns etwas an? ...
Ausdrücklich wurde Bruder Pawel aus Wolgograd am Ende der Messe gedankt, der das Weltjugendtagskreuz und die Marien-Ikone schon 10.000 km durch Russland gefahren hat und weitere 5.000 km vor sich hat. Heute fährt er noch bis Woronezh. Morgen verlässt er das Territorium unseres Bistums in Richtung Moskauer Erzdiözese.