Dienstag, 23. September 2014

Don Bosco und Rostow

Hauptsächlicher Grund meiner Wochenendreise ins Gebiet Rostow-am-Don war das 10-jährige Kirchweihjubiläum in der Millionenstadt. Der Pfarrer hatte gebeten, dass ich erst am Sonntagmorgen komme, weil alle Betten in seinem Haus belegt waren, denn er hatte den Chor seiner früheren Gemeinde eingeladen, in der er Vikar war, den Chor und die Organistin der Kathedrale in Moskau. So kam es, dass ich am Sonntagmorgen noch zwei Omis aus Novoczerkassk mit ins Auto nahm. Die anderen fuhren mit dem Pfarrer oder mit dem Bus. Die knappe Stunde bis Rostow unterhielten sich meine Beifahrerinnen über ihre Männer und Politik. Irgendwann kam die Rede auch darauf, wie es vor 10 Jahren war. Unter den Gästen war diesmal ein Vertreter des Provinzials der Salesianer. (Ihnen ist die Seelsorge in der Pfarrgemeinde Rostow übertragen.) Rostow wurde am vergangenen Sonntag als offizielle Ordensniederlassung der Salesianer bestätigt. Pater Zbignew, der Pfarrer, ist nun gleichzeitig auch Direktor der Niederlassung. Praktisch hat das nur innerkirchliche Bedeutung. Am Vorabend wurde ein großes Kreuz vor der Kirche gesegnet - eben von jenem Vertreter des Provinzials - als Zeichen des missionarischen Auftrags, den die geistlichen Söhne des heiligen Don Bosco hier erfüllen wollen. Meine zwei Fotos machte ich am Nachmittag, als schon alle weg waren. Ich wartete auf das Auto nach Taganrog. Dazu aber im nächsten Eintrag.