Freitag, 7. November 2014

Eröffnung des Missionskongresses im Erzbistum Moskau

Bischofskonferenz bis zum Mittag, dann Kongress: der zweite von vier dieser Art, mit denen wir an das II. Vatikanische Konzil vor 50 Jahren erinnern. (Damals wußte in der UdSSR kaum einer davon.) Die Tage hier in Sankt-Petersburg stehen unter dem Thema "Ad gentes". Das ist der Name des Konzilsdokuments über die Mission. Neben verschiedenen Vorträgen, stand auch die Eröffnung des 22. Studienjahres im Priesterseminar auf dem Programm, des ersten Studienjahres mit staatlicher Lizenz. Eine Ausstellung zum Thema Mission wurde eröffnet. Am Abend feierten wir einen festlichen Gottesdienst mit den ca. 80 Kongressteilnehmern aus ganz Russland. Auch viele Priester, wir vier Ortsbischöfe und der Nuntius nahmen teil. Ich durfte der Liturgie vorstehen. Erwähnenswert ist das Grußwort eines alten orthodoxen Priesters, der hier in Sankt-Petersburg Professor ist. Er erzählte, wie sich seine Einstellung zur katholischen Kirche geändert hatte. Er hielt uns immer für unheimlich und gefährlich. Dann wurde er für ein Jahr nach Regensburg eingeladen, 1978. Seitdem habe er katholische Freunde und erzähle überall, wie wichtig persönliche Begegnungen seien.