Freitag, 5. Dezember 2014

Moskau - wie im Schlaf

Geplant war, dass ich heute mit dem Auto nach Wolgograd fahre. Dann aber kam noch ein Termin in Moskau dazu. Darum mußte ich fliegen. Moskau - das bedeutet jedesmal zeitaufwendige Wege: S-Bahn, lange Rolltreppen, U-Bahn, Fußwege,... Interessant, wie man sich, wenn man die Wege kennt, wie im Schlaf fortbewegen kann. Nicht zum ersten Mal ist mir aufgefallen, dass ich in Gedanken weit weg, bei wichtigeren Sachen war, beim bevorstehenden Gespräch, beim Ziel der Reise etc. Und nur kurz zwischendurch "fand" ich mich am Bahnsteig oder beim Schritt von der Rolltreppe. In einer Stunde fliege ich weiter nach Wolgograd, wo wir morgen Patronatsfest feiern: Sankt Nikolaus. Vielleicht bin ich auch wirklich ein bißchen müde. Es ist die letzte Reise vor Weihnachten. 
Fortsetzung: Gleich zwei Pfarrer haben mich in Wolgograd vom Flughafen abgeholt, der hiesige und der aus der Nachbarpfarrei aus Astrachan. 450 km war er gefahren, weil er etwas mit mir besprechen will. Zum späten Abendbrot kam auch einer der beiden Vikare hinzu. Es war eine aufgeweckte Runde: ein Indonesier, ein Pole, ein Inder und ein Deutscher.