Montag, 22. Dezember 2014

Zwei Tage vor Heiligabend

... der hier bei uns in Russland für die meisten ein gewöhnlicher Wochen-, Arbeits- oder Schultag sein wird, (arbeitsfrei gibt's erst vom 1. bis 11. Januar), klärt sich der Termin-Himmel im Büro langsam auf. Mein Generalvikar, Pater Jaroslaw, der viele Jahre Pfarrer in Sibirien war, bat darum, zu Weihnachten seine Eltern in Polen besuchen zu dürfen. Natürlich habe ich nichts dagegen. Er hat keine Verpflichtungen in der Pfarrgemeinde. Gerade hat er sich verabschiedet. 
Heute erlebten wir einen "Schuss in den Ofen", als wir uns um 14.00 Uhr mit den Verkäufern der Büroräume treffen wollten, in denen wir in Zukunft die Caritas, und evtl. sogar ein Büro der Bistumsleitung, unterzubringen planten. Alles ganz in der Nähe unserer Kirche! Es sollten Vorgespräche und eine Besichtigung werden, um dann konkrete Schritte zu unternehmen. Die Räume wurden über das Internet angeboten. Vier Minuten vor dem vereinbarten Termin, 13.56 Uhr - statt zu kommen und aufzuschließen - riefen die Verkäufer an: Sie würden nicht verkaufen. Die derzeitige Situation sei zu instabil. Da gingen wir wieder nach Hause. 
Ich bekomme zurzeit viel Weihnachtspost (und lese sie auch). Interessant, wie sich jeder ernsthaft mit der Gestaltung seiner Grüße beschäftigt: Bilder, Texte, gute Worte, nachdenkliche ... In vielen deutschen Weihnachtsbriefen spielen die derzeitigen Asylbewerber eine Rolle, in anderen der Frieden, das "Licht". Außerdem bekam ich heute eine 600 g schwere Wurst auf den Bürotisch, zum Kosten. Inzwischen sind 70 Stück bestellt. (Ich werde zu Weihnachten ein wenig in der näheren Umgebung unterwegs sein, und habe überlegt, was ich schenken könnte, ... )
Damit Sie nicht zu lange grübeln: Das Foto hat keine Beziehung zum Text, außer dass es zwei Schritte von da aufgenommen ist, wo ich jetzt sitze und schreibe.