Mittwoch, 11. Februar 2015

Dank für das gottgeweihte Leben


Heute nun machten wir uns am Morgen mit dem Nuntius zum pastoralen Höhepunkt seines Besuchs auf den Weg, nach Marx zum Treffen der Ordensschwestern und -brüder des Bistums Sankt Clemens. Wir trafen zu Beginn des Frühsücks ein und wurden von den fast 50 Ordensleuten herzlichst begrüßt. Die Atmosphäre vermittelte den Eindruck, als ob die Schwestern und (2) Brüder schon ein paar Tage gemeinsam verbracht hätten. Während sich die Schwestern mit katechetischen Themen befassten, noch am Vormittag, kam es zu einer Begegnung mit dem Vorsitzenden der Munizipalität. Ein angenehmes Treffen, bei dem es u.a. um das Stadtjubiläum ging: Marx wird in diesem Jahr 250 Jahre alt. Aber auch über Weizen und mit Sorge über den Frieden wurde gesprochen. Der Nuntius bekam lobende Worte über die Tätigkeit unserer katholischen Gemeinde im gesamten Rayon zu hören. Die Sorge um Kinder wurde hervorgehoben. 
Dann folgte der Festgottesdienst. Das "Jahr des gottgeweihten Lebens" stand im Mittelpunkt der Predigt von Erzbischof Jurkovic. Ich erinnerte außerdem an die Errichtung der 4 katholischen Bistümer in Russland, heute vor 13 Jahren. Am Tag der Gottesmutter von Lourdes, dem Weltgebetstag der Kranken, spendeten der Nuntius und ich vielen Gläubigen das Sakrament der Krankensalbung. Am Ende der Messe bat ich alle Ordensleute ihre Fotoapparate für ein Gruppenbild den Kindern anzuvertrauen, die sich gut mit Technik auskennen, (was man doch auch obigem Foto sehen kann). Am Nachmittag dominierten die Vorträge von Bruder Wladimir (SJ), der uns half, die Entstehung des Islam zu verstehen, bis hin zum möglichen Dialog. Oft scheint demnach das Wissensdefizit (natürlich auf beiden Seiten) Grund für einen starken Mangel an konstruktiver Kommunikation zu sein.