Samstag, 7. Februar 2015

Regionales Treffen ausländischer Studenten


Schon seit Jahren gab es die Idee, die ausländische katholische Studenten im Bistum Sankt Clemens zu einem Treffen zu versammeln. Nun ist ein erster praktischer Schritt auf dem Weg dorthin getan.Im Rahmen der "Glaubensschule", einem Kurs für Gemeindemitglieder in den Regionen, mit Unterricht und Gebet, haben sich erstmals Studenten aus Astrachan, Tambow und Saratow getroffen. Zufällig sind sie alle Afrikaner. (Da lässt sich immer ganz leicht Lärm wie an der Börse in die Runde bringen, wenn man nämlich fragt, welches Land das schönste in Afrika sei.) Seit Freitag - bis morgen, Sonntag, sind sie unsere Gäste. Pater Nikolaij (USA) aus Alexejewka und Schwester Klara (Mexiko) aus Pyatigorsk begleiten die Tage. Es geht um Grundlagen unseres Glaubens bis hin zu modernen Fragen der Bioethik. Tag für Tag werden die Fragen tiefer, wachsen das Interesse und auch die Freude am Glauben. Heute feierte ich mit ihnen eine heilige Messe in englischer Sprache, in der ich in den letzten Jahren leider nicht viel Praxis hatte. Als Thema in der Predigt wählte ich eine Form der unplanbaren Glaubensschule im Leben: Grenz- und Gotteserfahrungen. 
Unsere eigenen, Saratower Studenten kommen heute erst ab Mittag dazu. Dann sind es 27 Teilnehmer. Sie haben am Vormittag Prüfungen, was wohl bei der Planung des Treffens übersehen wurde. 
Beim Frühstück gab es zwei Dankreden der Studenten. Eine junge Frau aus Senegal dankte dafür, dass sie jetzt zum ersten Mal die Möglichkeit hatte, eine Stadt außerhalb ihres Studienortes zu sehen. Wie lange sie schon in Russland sei, fragte ich nach. "Das sechste Jahr", kam als Antwort. Auch für die Vermittlung von Wissen und Klarheit über den Glauben dankten die Studenten sehr. Sie hoffen auf ähnliche Begegnungen in der Zukunft. Ich auch. Mein Dank richtete sich auf das Zeugnis, dass die Studenten in unseren Pfarrgemeinden geben. Sie werden als Kinder getauft und sind seitdem - mit Hilfe ihrer Eltern - in die lebendige Beziehung zu Gott hineingewachsen. Damit haben sie "Vorsprung" gegenüber vielen Menschen hier, aber auch ein eigenes Stück Verantwortung für die Kirche in Russland.