Dienstag, 24. März 2015

Der Freundschaft halber

Ein monatlicher Einkehrtag in Stille und Gebet, gehört zum regulären geistlichen Leben vieler Ordensleute. Die Kraft für den Alltag kommt aus der stillen Begegnung mit dem Herrn. Das werden z.B. auch die Schwestern von Mutter Theresa bestätigen, bei denen kein Tag ohne eine ganze Stunde bei Christus im Sakrament der Eucharistie vergeht. Teresa von Avila, deren 500. Geburtstag wir in vier Tagen (am 28. März) begehen, sprach vom (inneren) Gebet wie vom Verweilen bei einem Freund, mit dem wir oft und gern zusammen kämen, weil wir wissen, dass er uns liebt. Auch im Kloster in Marx vergeht kein Monat ohne diesen Tag der Stille. Die Einzigen, die heute darunter "litten", waren die Kinder, die sonst täglich das von den Schwestern geleitete Caritas-Kinder-Zentrum besuchen. Heute war es geschlossen. Trotzdem schauten zwei von ihnen, Olga und Angelina, übers Hintertor zum Kirchengrundstück und baten mich, den Schwestern Grüße auszurichten. "Mach ich, ... morgen", gab ich zur Antwort. Die beiden Mädchen waren zufrieden, kletterten herein und spazierten mit mir eine Runde um die Kirche.