Dienstag, 17. März 2015

Ein Anfang


Möge dieser Tag ein historischer sein. Drei Männer - ein Ordensbruder und zwei Familienväter - sind heute und morgen meine Gäste, weil sie um Aufnahme als Kandidaten für den Weg zur Diakonenweihe bitten. Vor fünf Jahren hatten wir in der Bischofskonferenz begonnen, uns mit diesem Thema zu beschäftigen: Ständige Diakone für Russland? Eine Rahmenordnung ist seitdem entstanden. Wir haben eine Vorstellung davon, wie auf dem Weg dieser Berufung begleitet werden soll. Aber erst der heutige Tag macht die Sache konkret. Obwohl ich jeden der drei schon flüchtig kannte, erwartete ich das heutige Treffen mit Spannung. Allein, wie sich jeder dieser gestandenen Männer vorstellte, berührte mich zutiefst. Sie sind sehr - wenn nicht absolut - verschieden. Aber ich kann mir vorstellen, dass es Gott ist, der dahinter steht. Ich kann mir vorstellen, dass hier etwas Gutes zu wachsen begonnen hat, bei jedem, und dass auch ich nun mithelfen soll, es vorwärts zu bringen. Beten ist da nicht unangebracht. Und damit das etwas konkreter wird: v.l.n.r. Bruder Tomasz OMI aus Pyatigorsk, von Beruf Tischler; Sergej aus Tschuwaschien, er restauriert alte Möbel; und ganz rechts: Ivan aus Uljanowsk. Er arbeitet im Lenin-Museum und in der Pfarrei.