Samstag, 21. März 2015

Wolgodonsk - Großstadt in der Provinz

Während in Wolgograd ein Wochenende zur Glaubensvertiefung begann, machte ich mich mit meinen beiden Jugendlichen auf den Weg - die letzten 350 km bis Wolgodonsk. Kurz nach der Grenze zwischen Wolgograder und Rostower Gebiet, sahen wir zum ersten Mal nach dem Winter ein paar grüne kleine Halme aus der Erde sprießen. Hier im Süden ist es fast 10 Grad wärmer als bei uns in Saratow. Auf den letzten 100 km Nebenstraße, machten wir Halt an einem denkmalähnlich positionierten Traktor, von dessen Sitz aus ein Blick auf die doch wohl einst blühende Landwirtschaftsgegend möglich war. Besonders die vielen zusammenfallenden Schaf- oder Kuhställe unterwegs fielen mir auf. 
Wolgodonsk ist 60 Jahre alt, hat 180.000 Einwohner, baut zurzeit sein Atomkraftwerk aus, hat einer verfallenen Flughafen, ist seit ein paar Jahren orthodoxer Bischofssitz, und macht, alles in allem, einen sauberen Eindruck. Der heutige Abend war einem Gespräch mit dem Pfarrer gewidmet. Er ist einer der vier Priester im Bistum, die einen russischen Pass haben. Er macht sich interessante Gedanken um die Seelsorge jetzt und in Zukunft. Morgen treffe ich die Gemeinde.