Donnerstag, 23. April 2015

Nicht ihr habt mich erwählt, ...

Pater Tomas, ein Jesuit, geboren 1971 in Santiago de Chile, seit 6 Jahren in Russland, hatte sich vor einigen Monaten bereit erklärt, den Hauptteil der Vorträge unserer Pastoralkonferenz zu übernehmen. Den Einstieg bildete heute eine sehr mitbrüderliche Erinnerung an das Erleben der persönlichen Berufung eines jeden Konferenzteilnehmers: "Wir haben uns keiner Philospophie verschrieben. Da war eine Begegnung ... mit Jesus." Er ging auch sehr lebensnah auf Krisensituationen ein, bevor sein Impuls in eine ungewöhnliche "Arbeit in Gruppen" überging. Wir 84 heutigen Teilnehmer wurden nämlich in 42 Gruppen geteilt, was im Klartext bedeutet, dass wir eingeladen waren, jeweils zu zweit am Thema Berufung zu bleiben, indem wir persönliche Erfahrungen austauschten. "Das kann man nicht mit jedem", war sicher nicht nur mein stiller, spontaner Einwand. Tatsächlich aber konnten es viele, womit sich die echte Freundschaft unter Priestern und Ordensleuten in unserem Bistum auf schöne Weise unter Beweis stellte. Der Nachmittagsvortrag war dann sehr biblisch fundiert. Anhand von Mose und Petrus konnten wir Typisches entdecken, was sich auch in unserem eigenen Leben und seiner Gottesbeziehung ereignet. Nach einer Stunde Anbetung Jesu in der Eucharistie feierten wir abermals einen echt österlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche von Marx an der heute stürmischen Wolga. Nicht nur thematisch war es ein Tag der Besinnung, der Ermutigung und des Dankes.