Samstag, 16. Mai 2015

Außenstationen



Wie geplant, besuchte ich am Vormittag Georgiewsk und am Nachmittag Kislowodsk. Sowohl in der einen, als auch in der anderen Stadt, feierte ich die Sonntagsmesse mit den Gläubigen.  Anschließend gab es jeweils etwas zu essen. Liturgie und Agape - wie in der Urkirche. Die drei Frauen in Georgiewsk, übrigens allesamt Flüchtlinge der 90-er Jahre aus Tschetschenien, wollen ihren Arbeitskollegen und Nachbarn erzählen, dass der Bischof da war, obwohl sie nur so wenige seien. Und dass er sich soo Zeit genommen hätte. Ich denke, es ist immer eine beiderseitige Freude, wenn wir spüren, dass wir "eine Familie" sind. Das Sonntagsevangelium passt heute gut dazu.

In Kislovodsk hatten wir volles Haus. Ja, in einem Wohnhaus versammelt sich dort die Gemeinde. Eine fromme Frau hat ihr größtes Zimmer, eine umgebaute Garage, dafür hergegeben. Heute waren wir dort 42 Personen. Mit meiner Erlaubnis gibt es seit Jahren einen Tabernakel im Haus. Immer wieder kann man staunen, wie aufmerksam die Menschen im Gottesdienst sind, und was für christliche Themen sie interessieren, sobald sich eine Möglichkeit zum Fragen bietet. Wir saßen noch bis zum Abend zusammen. Dann kehrte ich mit Pater Pawel, dem Pfarrer all dieser Gemeinden, nach Pyatigorsk zurück.