Dienstag, 9. Juni 2015

Jaroslaw

Schwere Operationen für Kinder sind hier kostenlos, vorausgesetzt, man kommt in die Quote, sprich: bekommt  zur richtigen Zeit einen Termin und einen Platz im entsprechenden Krankenhaus in Moskau oder Sankt Petersburg. Der kleine Jaroslaw aus unserem Bistum hat dieses Glück im Unglück. Wegen seiner zerebralen Bewegungsstörung bekam er jetzt einen Termin, vielleicht sogar unverhofft. 
Was auf den ersten Blick gut aussieht, erweist sich dann für einfache Leute dennoch als schwierig, denn: Die Operation wird kostenlos sein, aber alle Untersuchungen, sowie Vor- und Nachbehandlungen und das Bett im Krankenzimmer müssen bezahlt werden. Da ich fast eine Woche unterwegs war, erreichte mich die Nachricht fast zu spät. Es fehlten umgerechnet 820 Euro, die innerhalb von 24 Stunden an Ort und Stelle zu sein hatten. Jaroslaw bekam sie von dem, was noch von der Fastenzeit und sogar von Weihnachten übrig war. Danke nach Weida, Heiligenstadt und Dresden.