Freitag, 17. Juli 2015

Wolgodonsker Pfarrer besucht Saratow

Gewöhnlich fahre ich die Pfarrer besuchen. Dass sie zu mir kommen, ist eher selten und hängt zweifellos auch mit den weiten Entfernungen im Bistum zusammen. Trotzdem ist gestern und heute Pater Alexeij mein Gast, einer unserer vier russischen katholischen Priester (streng genommen sind es nur drei, denn einer der vier gehört zum armenischen Ritus). Jemand aus seiner Pfarrgemeinde in Wolgodonsk hat Pater Alexeij die 60 km bis zum Bahnhof gebracht. Die restlichen 650 kam er mit dem Zug. Ich freue mich, dass er meiner Einladung gefolgt ist. Das Datum schien mir günstig, weil Pater Denis gerade auf Heimaturlaub in Saratow war. Die beiden kennen sich vom Studium her. So hatte der Besuch nichts von Dienstreisecharakter an sich. Zu erzählen gab es genug. Weil Pater Alexeij nicht an den letzten beiden Pastoralkonferenzen teilnehmen konnte, waren ihm manche Veränderungen im Bistum bis heute unbekannt. (Da spürte man einen Hauch der weitflächigen Diaspora Russlands.) Heute besuchten wir gemeinsam das Büro unserer Diözesancaritas (Foto) und am Mittag die Pfarrei in Marx. Die Abendmesse feierten wir in der Kathedrale, "zufällig" auch noch am Namenstag des einheimischen Seelsorgers. Noch heute, um 22.40 Uhr, geht sein Zug. Morgen am frühen Nachmittag ist er zu Hause.