Sonntag, 30. August 2015

Letzter Feriensonntag - katholische Christen am Don

Zu den bewegendsten Momenten des heutigen Sonntags gehörte das zufällige Gespräch mit einer Frau, die heute zum ersten Mal seit 60 Jahren wieder zur Kirche kommen konnte. Sie stammt aus der Ukraine, wurde aber als Kind nach Sibirien verschlagen und lebte lange Zeit "im Norden"... Die Firmung einer Mutter und ihrer jugendlichen Tochter hatte auch etwas Besonderes an sich. Die Altarweihe gehörte zu den eher seltenen Riten, die ich in letzter Zeit feiern konnte. Den Imbiss bei über 30 Grad im Schatten, wird man nicht gleich "Gemeindefest" nennen dürfen. Ein Ansatz dessen steckte aber darin. Nach Schachty fuhren wir mit zwei Autos. Zur Messe in der 40 km entfernten Aussenstation kamen etwa 40 Frauen, Kinder und Jugendliche. Auch hier segnete ich Schüler und Lehrer am vorletzten Ferientag. Anschließend, bei Tisch, baten die Mütter, dass ich etwas von der Kirche erzähle. Mit einem vollen Kofferraum kehrten wir zurück: Torten, Melonen, armenische Chatschapurja, Obst,... Alles, was übrig blieb, packten uns die Leute ein. Gegen 18.00 Uhr kehrten wir ins Novotscherkassker Pfarrhaus zurück und legten eine "Sonntagspause"ein: eine Stunde Ruhe.