Montag, 14. September 2015

Eindrücke im Verarbeitungsprozess

Der gestrige Tag in Moskau hatte eine große Menge Erfahrungen in sich, die sich von meinem Alltag in Südrussland unterscheiden. Ungewollt war ich noch beim Einschlafen am Verarbeiten. Da die Firmung in den Räumen der Deutschen Botschaft stattfand und die Schüler aus der deutschen Schule am Leninskij Prospekt (Metro-Station "Jugo-Zapadnaya") stammten, erinnerte ich mich an meine Begegnungen mit dem Anfang der 90-er Jahre für die deutschsprachigen Katholiken in Moskau zuständigen Pfarrer Norbert Winter. Er war mein "Nachbar". Wenn ich beichten wollte, war das der einfachste Weg: Ein Flug nach Moskau kostete 2,50 DM, (gestern, zum Vergleich, 62 Euro - obwohl es die selbe Maschine wie damals zu sein schien). Er war es, der in Moskau mitbrüderliche Abende für Priester (verschiedenster Nationalitäten) einführte, die der Begegnung und dem Austausch dienten, die Freundschaft stifteten und weite Verbreitung fanden. - Eine Frucht von Seelsorge-Erfahrung aus der ehemaligen DDR. Danke, lieber Norbert
Zum Sommerausklang feiern viel Städte symbolisch ihren Geburtstag. Gestern gehörte auch Saratow dazu. Das brachte mir ein Feuerwerk vor dem Fenster ein, denn die kleine, stille Straße, in der ich wohne, liegt ganz in der Nähe des Stadtzentrums, wo jene Salven gewöhnlich am Theaterplatz, neben dem Lenindenkmal, gezündet werden.