Donnerstag, 24. September 2015

Herbstreise nach Alexejewka

Obwohl ich mich von Donnerstagabend an in Alexejewka zur Visitation angemeldet hatte, fiel es mir gestern schwer, den Computer im Büro auszuschalten und die Tür zuzumachen. Sollte ich die Fahrt nach Baschkirien eventuell um einen Tag verschieben, fragte ich mich, weil mehrere "unverschiebbare" Angelegenheiten noch vor dem Wochenende erledigt sein wollten. Vielleicht hat mir in dem Moment geholfen, was ich einst gelernt und verstanden hatte: "Der Wille Gottes ist immer konkret und überfordert nicht." - Ergebnis: Seit heute früh halb sechs saß ich im Auto und ließ alles Restliche hinter mir. Und 19.00 Uhr (Moskauer Zeit 17.00 Uhr) traf ich vor der Kirche in Alexejewka ein, wo gerade die Abendmesse zu Ende war. Schwester Rosa begleitet mich auf dieser Reise. Sie hatte es auch vor fast 25 Jahren getan, als wir zum ersten Mal dieses Dorf besuchten und sich eine Großmutter erinnerte, dass der letzte Priester hier im Dorf vor über 60 Jahren gesehen wurde. An der heute 800 km langen Strecke lagen Otradny, Pochwistnewo und Buguruslan, Städte, die Schwester Rosa von den Reisen Ende der 80-er/Anfang der 90-er kannte, als Pater und Schwestern aus Marx die katholischen Deutschen in dieser Gegend besuchten. Wegen der zweistündigen Zeitverschiebung, beginnt unser morgiger Tag etwas später. Die beiden für die Gegend ungewöhnlichen Häuser der Brüder und der Schwestern erinnern mich sehr an Pater Johannes aus Kufstein (Österreich).