Freitag, 2. Oktober 2015

Belgorod - Woronezh - Kalitva

Wieder einmal steht "Visitation" im Kalender. Ich besuche den Westen des Bistums. Die heutige Reise wäre eine extra Erzählung wert, aber nicht jetzt, kurz vor Mitternacht. Nur eins der Details: Nach Belgorod kam ich mit einem alten, schmuddeligen Flugzeug aus dem Norden Rußlands, der Heimat von Väterchen Frost, wovon auch das Logo am Höhenruder zeugte (Foto). Zur Wochentagsmesse in der Großstadt kurz vor der ukrainischen Grenze (häufig konnte man Wegweiser nach Charkiv sehen), waren über 50 Gläubige gekommen, etwa die Hälfte der Sonntagsgemeinde. Unter ihnen - nicht wenige afrikanische und südamerikanische Studenten. Sie haben hier in Belgorod keine Kirche oder etwas Ähnliches. Nach Hause wollen manche nicht mehr zur Messe einladen, weil sie Angst vor Ebola haben. Deswegen haben die Studenten selbst einen Platz gefunden: den Saal einer Tanzschule mieten Sie nun zweimal im Monat. Spät abends fuhren wir mit Pater Marek und Schwester Daniela nach Woronezh. Für die 260 km brauchten wir dreieinhalb Stunden.