Donnerstag, 1. Oktober 2015

Was Theresia von Lisieux mit Marx zu tun hat

Wer unsere Pfarrei in Marx an der Wolga kennt, weiß, dass dort der 1. Oktober ein besonderer Festtag ist. Die Schwestern, denen wir den Neuanfang (1984) der Pfarrei verdanken, feiern an diesem Tag eine ihrer Schutzpatroninnen, die heilige Theresia von Lisieux. An den Tagen vorher sind Exerzitien im Haus. Und am 1. Oktober erneuern die meisten von denen, die vorerst nur zeitliche Gelübde abgelegt haben, ihre Ordensversprechen für ein weiteres Jahr. Heute waren das sechs junge Schwestern. Und für eine war es so weit, dass sie ewige Gelübde ablegen durfte, für Schwester Svetlana, die seit ein paar Jahren bei mir im Haushalt kocht. Schon am Morgen war Anja aus Tscheljabinsk ins Postulat (die erste Stufe der Ordensformation) aufgenommen worden. Schüler und Studenten hatten sich vom Unterricht freistellen lassen, um dabei sein zu können. Alle Altersgruppen waren in der sonnendurchfluteten Kirche vertreten. Und ... Pater Bosco ist pünktlich aus dem Urlaub zurückgekommen. "Pünktlich" ist nicht so selbstverständlich, denn er kam den ganzen Weg von Schirgiswalde (Oberlausitz) bis nach Marx mit dem Auto.
Kurze Erklärung zu den Bildern: Oben - Schwestern und Priester nach der Festmesse in der Marxer Pfarrkirche; Mitte - Jugendliche gratulieren Schwester Svetlana zu ihren ewigen Gelübden; unten links - unter den Schwestern: Postulantin Anja (2.v.l.); unten rechts: Pater Bosco wird nach seinem Urlaub von Schwester Flora begrüßt.