Samstag, 26. Dezember 2015

In 40 Minuten nach Wolgograd

Wo anfangen zu erklären? Ich hatte vor zwei Jahren einem Kind versprochen, es mit auf eine meiner Pastoralreisen im Bistum zu nehmen, wenn es gut lernen wird, was in diesem Falle bedeutete: wenn es das Klassenziel erreicht. Das Besondere am Versprechen war, dass es um eine Reise mit dem Flugzeug ging. Inzwischen ist das Kind eine junge Dame. In der Schule läuft es prima. Vor ein paar Wochen hatte ich einen höchst seltenen Flug von Saratow nach Wolgograd bemerkt, billiger als eine Bahnfahrkarte. Ich weitete das Versprechen ein wenig aus und flog heute am Stefanstag mit drei Jugendlichen in die Sankt-Nikolaus-Pfarrei an der unteren Wolga. Ein Abenteuer für die drei, die natürlich zum ersten Mal im Leben fliegen. Sie stammen aus einem unserer ärmsten Dörfer. Zum planmäßigen Gottesdienst um 11.00 Uhr waren wir überpünktlich. Mittagessen gab's in der Pfarrwohnung. Zeit für eine Exkursion blieb ebenfalls. Nach dem Kaffee bei den hiesigen slowakischen Schwestern geht's wieder zum Flughafen.