Freitag, 25. Dezember 2015

... und der Weihnachtstag in Marx


Das 25. Mal erlebe ich Weihnachten in Marx. Das erste Mal ohne Schnee. Die Krippe mit ihren lebensgroßen Figuren vor der Pfarrkirche haben die Schwestern wieder mühsam in Handarbeit hergestellt. (Wer sich die Gesichter genau anschaut und die Schwestern kennt, kann herausfinden, von wem die Gesichtsmasken von Josef und Maria stammen.)
Das Krippenspiel in der Nacht scheint auch hier allen Freude gemacht zu haben. Es waren viele Menschen zur abendlichen Feier gekommen, und wie in Saratow, auch manche nichtkatholische Christen.
Ich feierte die Weihnachtsmesse heute mit Pater Bosco. Obwohl es hier ein Arbeits- und Schultag war, kamen Erwachsene und Kinder zur Messe.
Beten und Verweilen an der Krippe gehört, besonders an den ersten Weihnachtstagen, für jeden einmal dazu, zum Beispiel nach dem Gottesdienst.
Zumindest einen Krankenbesuch wollte ich heute unbedingt machen. Ich hatte gehört, dass es Tante Beate nicht gut gehe. Wir kennen uns seit 1990. Sie hatte mir damals an den Wochenenden in Kurgan-Tjube (Tadschikistan) gekocht. 1992 kam sie mit Kindern und Enkelkindern als Flüchtlingsfamilie an die Wolga. Wir hatten sie anfangs im (späteren) Pfarrhaus aufgenommen.
Am Abend bin ich bei Jugendlichen eingeladen.