Freitag, 15. Januar 2016

Erster Tag in der KBR

Der Weg nach Nalchik im Nordkaukasus war komplikationslos. Hier ist Frühling, zumindest für unsere Saratower Verhältnisse. Frische Luft, ein wenig Sonne. Sogar einen Vogel habe ich singen gehört. (Keinen Kanarienvogel im Käfig.) Erster Termin war ein Interview mit zwei Journalistinnen für die Zeitung "Sowjetische Jugend". Richtig gelesen. Theoretisch müssten jene Jugendlichen schon ziemlich alt sein. Weniger lustig - die Verabschiedung nach dem Interview: Schon während des Gesprächs kamen Anrufe. Eine der beiden mußte schnell los. In den Nachrichten las ich später den Grund: vier Straßen der Stadt seien von einer antiterroristischen Operation betroffen. Die Terroristen seien in einem Privathaus umzingelt. Nachbarn würden evakuiert... Die Vesper beteten wir in der Kommunität, mit Pater Laurent, dem Pfarrer, Pater Baudoin, Bruder Karl Emanuel und mit Evgenij, der hier ein Praktikum macht. Dann ging's zu Fuß (Foto) zur Abendmesse ins Haus der Schwestern von Mutter Theresa, wo ich bis zum späten Abend blieb. (KBR ist die Abkürzung für Kabardino-Balkarische Republik.)