Donnerstag, 14. Januar 2016

Einmal Marx und zurück

Um mit dem Auto von Saratow nach Marx zu gelangen, muss man die Wolga überqueren. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: die weit außerhalb von Saratow liegende Ortsumgehung mit ihrer sog. neuen Brücke, oder die kürzere Brücke, die Saratow und Engels direkt verbindet und "nur" 2,8 km lang ist, (s. Foto). Unzählige Angler sitzen auf dem Eis, hier, wo die Wolga über 20 m tief ist. Für die einen ist es Sport, für andere der Lebensunterhalt. 
Mein Besuch in Marx ist heute kurz, denn morgen, bis einschließlich Montag, bin ich im Kaukasus. Eigentlich möchte ich nach Nalchik. Um aber günstig da hin zu kommen, fliege ich über Moskau nach Vladikavkaz. Dort werde ich mit dem Auto abgeholt. Bis nach Nalchik sind es von da etwas mehr als 100 km gen Westen. Am Montag hingegen, fahre ich noch einmal 100 km ab Nalchik in Richtung Westen: über Pyatigorsk zum Flughafen nach Mineralnye Vody. Das dichte Programm für die Tage wurde mir vom Pfarrer zugeschickt. Hoffen wir, dass das Wetter mitmacht, denn heute Vormittag war der Saratower Flughafen wegen Nebel geschlossen. Und zu Nalchik gehören Außenstationen.

Nochmal kurz nach Marx. Da hält eine Ordensschwester aus Weißrussland, die gleichzeitig Psychologin ist, Vorlesungen für junge Schwestern, die alle in Pfarreien und da unmittelbar mit verschiedensten Menschen und Situationen zu tun haben.
Nach julianischem Kalender ist heute Neujahrstag. Die Kinder gehen wieder zur Schule, die Erwachsenen - wenn sie haben - zur Arbeit. Der Winter ist - Gott sei Dank - mild. ...Und ich bin zurück in Saratow.

Jetzt kommt "das Schlimmste" - Tasche packen. (-: