Montag, 7. März 2016

20 Jahre Russland

Mit einem festlichen Gottesdienst am Morgen dankten wir für 20 Jahre, die die Dienerinnen des Herrn und der Jungfrau von Matara nun schon in Kazan ihren Dienst tun. Weiteres später. Muß zum Zug.
Auch bei großen Treffen verschiedener Ordensgemeinschaften, auf den Straßen Roms und in Bethlehem, kann man die Schwestern schnell an ihrem grauen Gewand mit dem blauen Skapulier erkennen. Dass manche Schwestern ein schwarzes Ordensgewand tragen, liegt daran, dass die Gemeinschaft einen Zweig hat, der zur ostkirchlichen Tradition gehört.

8. März, am Morgen: Die Rückfahrt dauerte "nur" 15 Stunden und 50 Minuten. Wie üblich, war der Wagon überheizt. Mitfahrende Studenten kannten nur zwei Extreme: entweder unterhielten sie mit ihren Gesprächen den ganzen Wagon, oder sie schliefen. Im Grunde war es eine ruhige Bahnfahrt, bei der das Wetter draussen keine Rolle spielte.
60 km Nebel hatte ich dann dennoch vor mir, nämlich auf dem Weg nach Marx, wo für heute der monatliche Einkehrtag im Kloster angesetzt ist. Der 8. März ist in Russland arbeitsfrei. Darum passte es so ganz gut, auch wenn drei Schwestern nicht dabei sein können, weil sie für die beiden freien Tage (gestern und heute) heranwachsende Mädchen aus den umliegenden Dörfern und der Stadt zu gemeinsam gestalteten Tagen eingeladen haben. Grundgedanke des heutigen Einklehrtags im Kloster ist die Frage nach der eigenen Motivation. Bei der Bahnfahrt-Lektüre des Buches über fünf Kathäusernovizen stieß ich darauf, wie sinnvoll es ist, da von Zeit zu Zeit mal "nachzuschauen"; sinnvoll für jeden von uns: Warum bin ich (heute) Schwester, Priester, Christ, ...?