Samstag, 5. März 2016

Außenstation, 250 km von der Pfarrei entfernt

Es war mir eine sehr große Freude, Menschen nach Jahren wiederzusehen, die einst zu meiner Pfarrei gehörten, und die ich damals, Anfang der Neunziger, höchstens einmal im Jahr besuchen konnte. Jetzt gehören sie zu Kazan und haben monatlich einmal Gelegenheit, zur heiligen Messe zu gehen. So oft nämlich kommt Pater Diogenes nach Nizhnekamsk und Umgebung. Es gab viel zu erzählen und viel Grund zur Freude. In so extremer russischer Diaspora seinen, unseren, Glauben weiterzugeben, das ist nicht einfach. Statt gegen 18.00 Uhr, kehrten wir nach 21.00 zurück nach Kazan. Ja, die meisten, die ich heute wiedersah, waren damals Kinder. Gerade das macht ja die Freude aus: Sie sind dabei geblieben. Die Oma (Tante Ursula aus Urussu), die sie damals an Glaube und Gebet heranführte, ist inzwischen gestorben. Es scheint, sie kümmert sich von oben.