Sonntag, 13. März 2016

Ein Sonntag wie die Ruhe vor dem Sturm

Ein Sabbath-Jahr für Bischöfe gibt es nicht, nehme ich an. Aber einen "Sabbath" kann man schon mal einschieben, z.B. nach einer Woche wie der vergangenen. So habe ich heute selbst einmal auf unser Haus "Gethsemani" (Haus der Stille) zurückgegriffen, für ein paar Stunden. In der zweiten Tageshälfte besuchte ich eins meiner ehemaligen Katechese-Dörfer,  nur 30 km hinter Marx. Genauer gesagt, ich besuchte die Witwe eines unlängst verstorbenen Mannes, der es sehr schwer fällt, nun allein im Haus zu sein. Auch wenn es nicht allzu viel ist, was man da in ein-zwei Stunden tun kann, hoffe ich doch, dass ihr das Mit-jemandem-reden-Können ein wenig Erleichterung gebracht hat. Sie selbst kam auf die Idee, eine weitere Witwe im Dorf zu besuchen, was wir auch taten. Ich kenne beide seit 18 Jahren. Damals begannen wir dort bei ihnen im Dorf mit dem Religionsunterricht. Nun aber bin ich wieder in Saratow, wo es morgen früh eine große Dienstbesprechung für die kommenden zwei Wochen geben soll. Die Fotos von vor 10 Minuten zeigen, wie das Eis unter der Brücke zwischen Engels und Saratow langsam zu tauen beginnt, bzw. unsere im Jahr 2000 geweihte Kathedrale Sankt Peter und Paul.