Freitag, 25. März 2016

Mitten im Triduum

Ein verschwommener Bildausschnitt ist alles, was ich von gestern abend zu bieten habe. Mit dem Pfarrer und seiner Gemeinde in Saratow feierte ich den Beginn der heiligen drei österlichen Tage: Gründonnerstag, Karfreitag, Ostern. Die Liturgie führt uns in diesen drei Tagen behutsam ins - und durch das "Geheimnis des Glaubens" - im Tod ist das Leben. Dass nicht noch mehr Priester anwesenden waren, am Tag, der die Einheit des Klerus unterstreichen soll, liegt daran, dass der Generalvikar immer noch zur Vertretung in Nalchik ist, und der geplante Moderator unserer Kurie gern die Verpflichtungen in seiner Pfarrei vorzieht, die er gewöhnlich an den Wochenenden betreut, 220 km von hier. Ich habe nichts dagegen. Auch ich mache heute einen "Ausflug": Damit der Pfarrer nicht in Versuchung kommt, an alle drei Tagen nach den Gottesdiensten in Saratow die 200 km nachwinterlicher "Bruchstückstraße" nach St. Theresa in Kamyshin zu donnern, übernehme ich das heute, und er bleibt zu Hause. Ich nehme unseren Seminaristen mit. Da haben wir Zeit zum Erzählen. Die Liturgie ist am Abend, weil es ja wegen uns paar Katholiken in Russland kein arbeits- oder schulfrei gibt.