Mittwoch, 30. März 2016

Nochmal gestern

Wann haben Sie es das letzte Mal verschlafen? Gestern hätte ich nur sehr ungenau auf die Frage antworten können. Heute ... (-: 
Ansonsten gibt es nicht viel zu erzählen, wie immer, wenn es abends endlich Zeit wird, aus dem Sessel am Schreibtisch aufzustehen. Arbeit ist keine Sensation. 
Da bietet es sich an, nochmal an gestern zu denken, an den Besuch Bischof Pachomijs in unserer Marxer Pfarrei. Vorher hatte er an der 4. wissenschaftlich-praktischen Regionalkonferenz unter dem Thema "Das orthodoxe Buch - Weg zur Verwandlung der Seele" teilgenommen. Hier der Link zu seiner Bistumsseite mit Text und Bildern von gestern. Eine ganze Schule hatte den Kindern deshalb unterrichtsfrei gegeben und ihre Räume zur Verfügung gestellt. Bischof Pachomij ist in Moskau geboren. Von dort hatte ihn (sowie vier andere Mönche) Bischof Longin mitgebracht, als ihm Saratow 2003 als Bischofssitz zugeteilt wurde. Der noch nicht 40-Jährige Pachomij (Bruskow) ist schon das 5. Jahr Bischof. In seiner Kathedrale in Engels hängt eine Ikone der Muttergottes von Schönstatt. Weil die Bezeichnung "Diözese Engels" sehr unchristlich klingt, hat man bei der Neugründung den alten Namen der Stadt vorgezogen: Sie heißt Pokrowser Diözese. "Pokrow" bedeutet soviel wie Schleier (aber auch Schutz) und ist im christlichen Sinne auf den der heiligen Maria bezogen. Einer Legende zufolge, hatte ein Sklave im 10. Jahrhundert im von den Türken belagerten Konstantinopel eine Vision, in der er die Gottesmutter nach langem Gebet ihren Schleier über die Menschen ausbreiten sah, woraufhin die Türken die Belagerung abbrachen.
Aus den heutigen Nachrichten von Radio Vatikan: Als erstes greifbares Ergebnis der historischen Begegnung zwischen Papst Franziskus und dem Moskauer Patriarchen Kyrill I. in Havanna hat sich eine „Normalität in den Beziehungen“ zwischen römisch-katholischer und russisch-orthodoxer Kirche eingestellt: Das hat der scheidende Apostolische Nuntius in Moskau, Erzbischof Ivan Jurkovic, in einem Interview mit der römischen katholischen Nachrichtenagentur „Asianews“ dargelegt. ... Als „neue Normalität“ seit Kuba betrachtet Jurkovic den Umstand, dass der Dialog zwischen Brüdern nun nicht mehr als etwas Außergewöhnliches betrachtet werde: „Unmögliche und seltene Dinge sind eine Normalität, eine Alltäglichkeit geworden.“