Montag, 14. März 2016

Saratow - aber nicht nur im Büro

Das, wovon ich manchmal abends im Blog berichte, muss nicht immer meine Hauptbeschäftigung im Laufe des Tages gewesen sein. Heute z.B. war Schreibtischtag, so sehr, dass sogar eine Dienstbesprechung verlegt werden mußte. Erst am Abend wurde es interessant. Ich wunderte mich ein wenig über die afrikanischen Studenten in der Abendmesse. Vielleicht waren sie wegen des Terroranschlags in ihrer Heimat zum Beten gekommen, dachte ich. Auch insgesamt waren mehr Leute als sonst da. Vor dem Schlusssegen wurde dann klar: Sie waren gekommen, um mir am Vorabend zum Namenstag zu gratulieren, weil sie gehört hatten, ich sei morgen nicht da. Blumen, ein Gospelsong der Studenten, ein Tanz der jungen Ballerina aus der Gemeinde, selbstgebackene Torten,... Ich konnte mich nicht darum herumdrücken, obwohl ich einen Termin nach der Messe hatte: Draußen am Standtrand unserer Großstadt wartete ein Ehepaar darauf, dass ich zur Wohnungssegnung käme. Eigentlich warteten sie schon seit Jahresanfang. Da machte die Stunde Verspätung heute nicht mehr viel aus. Natürlich gehörte ein Abendessen dazu, und was für eins! Was wir nicht schafften, wurde eingepackt, mir, ins Auto.