Mittwoch, 2. März 2016

Überschriftslos

Auch wenn es nicht gleich so schlimm wie bei Ijob ist, ... heute kam eine Hiobsbotschaft nach der anderen. Nein, eigentlich waren es nur fünf. 
Aber auch etwas Gutes war zwischendurch dabei: Ich habe die Bestätigung bekommen, dass ich die Prüfungen von neulich bestanden habe, die zur Verlängerung meiner Aufenthaltserlaubnis nötig waren. Zugegeben, das Prüfungsniveau war niedrig. Aber das sieht ja nun keiner mehr, wenn man auf das Zeugnis schaut, dessen Umschlagseite bestätigt, dass es ein Zertifikat ist: "über die Beherrschung der russischen Sprache, die Kenntnis der Geschichte Russlands und der Grundlagen der Gesetzgebung der Russischen Föderation". 
Meinen neuen Pass habe ich gerade wieder zum Übersetzen abgegeben. Die amtliche Übersetzung gehört zu den Unterlagen, die ich in den kommenden Tagen einreichen muss, damit die Aufenthaltserlaubnis um fünf weitere Jahre verlängert werden kann. Hoffen wir mal, dass man mir da nicht noch einmal aus Versehen die Bildseite herausreißt, wie vor ein paar Wochen. 
Ach, und Pater Raul aus Taganrog hat mich heute besucht, mit dem Auto, wie immer. 1000 km! Ein tiefes Schlagloch nach dem Winter - im Süden ist schon Frühling - hatte er heute Nacht übersehen. Reifen und Felge sind hinüber. 
Jetzt geht's zur Abendmesse. Und dann ist ein Spaziergang fällig, scheint mir. Der vergangene Tag bettelt um frische Luft.