Freitag, 4. März 2016

"Was ihr für einen ... getan habt, das habt ihr mir getan." (Mt 25,40)

Gestern, spät am Abend, bekam ich einen freudigen Dankbrief, obwohl ich mit der Sache kaum etwas zu tun habe, sondern nur am Anfang eine Vermittlerrolle spielte. Ich freue mich auch. Ein 67 jähriger, schwer kranker Mann, den seine Frau zu Hause pflegt, bekam Besuch aus über 200 km Entfernung. Natalia, unserer Caritasmitarbeiterin von der Hauskrankenpflege in Saratow, hatte wegen eines Patienten den Weg auf sich genommen - ich weiß nicht, ob mit Bus oder Bahn, um ihm ein paar Bewegungsübungen beizubringen und seiner Frau einige Tipps für die Pflege zu geben. Die Pflege von Menschen, die nicht (oder nicht mehr) aufstehen können, gehört hier seltsamer Weise nicht zum Ausbildungsprogramm von Krankenschwestern. Für jene, die Russisch können, wäre in diesem Zusammenhang vielleicht auch der Fernsehfilm über einen Caritas-Pflegedienst in Sibirien interessant, der im Internet zu finden ist. Mit dicken Buchstaben steht über dem Video-Fenster: "Wie Angeschmiedete. Wie hilft ans Bett gefesselten in unserem Land?"