Dienstag, 12. April 2016

Morgens am Bahnhof

Wenn uns Ottmar Steffan von der Caritas in Osnabrück besucht, kommt er meistens nicht allein. Er übernimmt dann die Rolle eines - sagen wir mal - Insider-Reisebegleiters, der anderen versucht, die Augen für unsere Freuden und Nöte zu öffnen. Typisch: Er bringt die Leute im Zug nach Saratow, (während andere das Flugzeug wählen würden), und nicht nur im Zug, sondern in den billigeren Wagons, die sich "Plazkartnye" nennen, was in der Praxis bedeutet: Der Wagen sieht innen aus wie eine Baracke: 50 Liegen in einem Raum. 
Heute Morgen traf ich das dreiköpfige Team aus Osnabrück um 6.10 Uhr am Bahnhof. Dort, wie auch anderenorts in der Stadt, ist Frühjahrsputz angesagt, so heftig, dass gestern Abend einem Maler im Rücken des Dzerzhinsky-Denkmals der Pinsel aus der Hand gefallen sein muss.Inzwischen haben wir uns in Gesprächsgruppen aufgeteilt. Zum Mittagessen sehen wir uns wieder. Morgen nehmen die Gäste an den Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen der neuen katholischen Strukturen teil.

P.S. Erst im Laufe des Tages wurde mir klar, was der Frühjahrsputz und die festlich wirkenden Fußgängergruppen in der ganzen Stadt, sowie die Fahnen auf der Brücke in Richtung Engels zu bedeuten hatte: Heute ist es 55 Jahre her, dass Jurij Gagarin in den Kosmos geflogen war. Er landete unweit von hier.