Samstag, 2. April 2016

Tagesbesuch in Penza

Der Weg in die Gebietshauptstadt Penza hatte es in sich: 280 km hin, 280 zurück, Schlaglochteppiche, starker Wind und nächtliches Schneetreiben bei Temperaturen um 0°C. Gut, dass ich die Winterreifen noch drauf hatte. Die Gemeinde in der 500.000-Einwohner-Stadt ist klein, wie fast überall im Bistum Sankt Clemens. Aber - und auch da ist sie keine Ausnahme - es geht sehr herzlich zu, untereinander. Die Gemeinde singt gern und nicht schlecht. Besonderheit: Problemlos singen die Leute in Penza auch auf Latein. Wir gedachten heute des 11. Todestages von Papst Johannes Paul II. und begannen, über das Jubiläum nachzudenken, dass in 11 Tagen bevorsteht: 25 Jahre Wiedererrichtung katholischer Strukturen in Russland. In der Predigt am inzwischen schon siebten Tag der Osteroktav ging es um die unterschiedlichen Erscheinungberichte, die wir die ganze Woche über in den Evangelien gehört hatten, bzw. morgen noch hören werden, und um das Einende all dieser Texte. Ich hatte zwei Novizinnen und ihre Leiterin mit im Auto, sowie Schwester Anastasia (am Foto links), die aus Penza stammt. Wie auf einer Familienfeier ging es zu. Unsere Kirche in Penza ist ein ehemaliger Laden im Stadtzentrum. 25 Erwachsene finden bequem darin Platz. Im Keller, wo sich früher wahrscheinlich ein Lagerraum befand, gab es nach der Messe Tee, Äpfel und Kuchen. Der Pfarrer wohnt dort unten. Bei einer Fahrt durch die Stadt sah ich heute die einstige katholische Kirche der Stadt. Sie war größer als die frühere Kathadrale in Saratow!