Sonntag, 22. Mai 2016

130 km zur Außenstation am Sonntagnachmittag


Eine der Außenstationen von "Heilig Kreuz" in Uljanowsk ist Nowo-Pogorelowo. Für die 130 km dorthin, brauchten wir zwei Stunden. Das Dorf liegt idyllisch, weit ab von Fernstraßen und Eisenbahn und ... schnellem Internet. Pater Ezequiel und ich nahmen eine Stunde lang Beichten ab. Auch hier feierten wir Firmung (5 Erwachsene) und Erstkommunion (eine Jugendliche und eine Erwachsene). Einen Teil der Leute kannte ich vom vergangenen Jahr her. Es war eine Freude, sie wiederzusehen. Sie haben etwas Besonderes an sich, etwas, das viele Schnelllebige in den Städten verloren haben. Mir kam der Gedanke, dass ich hier Urlaub machen könnte.
Die Männer, die sich während der Messe "bescheiden" im Hintergrund gehalten hatten, versammelten sich anschließend mit mir um einen reichlich gedeckten Tisch, während Frauen und Kinder draußen vor dem Haus erzählten und spielten. Auch hier sind praktisch alle Katholiken Armenier.
Schade, dass es in Nowo-Pogorelowo kaum Arbeit gibt. Die Jugend wandert ab. Auch dieses Dorf wird aussterben. Rückzu saß ich am Steuer, um den Pfarrer ein wenig zu entlasten. Halb zehn waren wir zurück in Uljanowsk, wo wir uns noch für eine halbe Stunde zusammen setzten und über den vergangen Tag austauschten.