Dienstag, 3. Mai 2016

Pilgerfahrt nach Saratow?

Aufstellung zum Foto vor unserer Heiligen Pforte in Saratow
Wir haben keine katholischen Wallfahrtsorte im Bistum Sankt Clemens, ich meine im Sinne von Erscheinungsorten der Gottesmutter oder von Plätzen, an denen auf ungewöhnliche Weise Figuren oder Bilder aufgefunden wurden und an denen dann Wunderbares geschah. (Nein, eigentlich habe ich mir jetzt selbst widersprochen, denn bei uns gibt es viel Wunderbares. Aber Sie wissen schon, was ich meine.) Also: Keine Wallfahrtsorte - aber: Wallfahrer, Pilger. 30 Gläubige verschiedenen Alters hatten sich in Wolgograd (plus Wolzhskij, Rogaczik und Kalacz) zusammengetan und eine Wallfahrt in die Kathedrale nach Saratow geplant, weil wir hier noch bis zum 20. November eine "Heilige Pforte" haben. (Erstmals in der Geschichte der Heiligen Jahre kann in den Diözesen eine Heilige Pforte – die Pforte der Barmherzigkeit – geöffnet werden, sei es in der Bischofskirche, in einer anderen bedeutenden Kirche oder einem wichtigen Wallfahrtsort.) Ihren Pfarrer nahmen die Wolgograder mit. Gestern besuchten sie Marx, wo sie auch übernachteten. Heute kamen sie nach Saratow. Hier feierten wir einen wunderschönen Gottesdienst. Wallfahrer haben etwas Besonderes an sich... Und dann aßen wir gemeinsam Mittag, bevor es eigentlich nach Hause gehen sollte, wenn nicht der Busfahrer den Schlüssel verloren hätte. Schließlich mussten Fähigkeiten herhalten, über die er lieber geschwiegen hätte. Er kam auch ohne Schlüssel in den Bus und startete durch Umklemmen eines Kabels. 400 km liegen vor unseren Pilgern, deren Besuch für beide Seiten ein Segen war.