Dienstag, 21. Juni 2016

Einen Tag voller Kleinigkeiten

Nein, das ist nicht das richtige Wort dafür. 
Schon wieder ist ein Monat vergangen, und ich begleite den Einkehrtag der Schwestern im Kloster Marx. "Die schweigen den gaaanzen Tag!?", fragte mich ein Kind auf der Straße, das eigentlich auf dem Weg zu den Schwestern war, ihnen nun aber die Ruhe gönnen möchte, ... bis morgen. Zwischendurch traf ich mich mit dem Brigadier, dessen Hilfe wir bei der Renovierung der "neuen" Caritasräume in Anspruch nehmen möchten. Anschließend war Zeit für eine Begegnung mit den drei Astrachanern, die unser Haus "Gethsemani" zurzeit für Stille Tage nutzen. Mittagessen gab's beim Pfarrer, wo ich auch unseren Praktikanten traf, der ans Priesterwerden denkt und darum im September ins Vorseminar nach Sibirien geht. In einer weiteren Pause, bei 33 Grad im Schatten, ließ ich meine geänderte Adresse in die Autopapiere eintragen. Dort, bei der Verkehrspolizei war es absolut leer im Warteraum. Sehr, sehr ungewohnt! Keiner scheint mehr ein Auto zu kaufen und an- oder umzumelden. Krise pur. Und wieder eine Pause später, eilte ich mit den korrigierten Autopapieren zum Notar, weil jenes Auto zum Weltjugendtag nach Polen mitfährt und der Chauffeur - eine der Schwestern aus Marx - nur mit notariell bestätigter Vollmacht über die Grenze kommt. Leider aber hatten alle Marxer Notare bereits ab 17.00 Uhr geschlossen, auch das älteste der drei Büros, das ich noch aus meiner Zeit als Marxer Pfarrer kannte, dicht neben der (im Wiederaufbau begriffenen) evangelischen Kirche, siehe Foto, war längst zu. Der Tag schließt mit einem letzten Impuls und einer Anbetungsstunde in der Klosterkapelle.
P.S. Das war's noch nicht. Die Schülerinnen, die bei uns wohnen, luden kurzfristig zum Abschlußabend vor den Ferien ein. Im vergangenen Schuljahr hatte ich wenig Zeit für sie. Um so schöner, dass sie es mir nicht krumm genommen haben.