Mittwoch, 22. Juni 2016

Maria Ines Teresa

(Missionsklarissen sind die mit den weißen Ärmeln)
Das neben den großen Heiligen heute auch eine vor 4 Jahren seliggesprochene Ordensgründerin im Kalender steht, wissen die Wenigsten. Für uns in Saratow aber war es ein Fest, denn sie, die selige Maria Ines Teresa, hat die Missionsklarissen vom Allerheiligsten Sakrament (MCSS) gegründet, von denen einige seit mehr als 20 Jahren zu unserer Pfarrgemeinde in der Stadt gehören. 1904 geboren und 1981 gestorben, bewegt mich besonders an ihrem Leben, dass ihre Berufung nicht zu den gesellschaftlichen (politischen) und nicht zu den kirchlichen (kontemplativen) Umständen passte, die Gott ihr zutraute: In Mexiko herrschte ein Kulturkampf, als sie begann, ans Kloster zu denken. Priester und Ordensleute starben als Märtyrer (im 20. Jahrhundert) Sie musste in den USA eintreten und wurde Schwester in einem Klarissen-Kloster. Ihre missionarische Berufung ließ sich davon jedoch nicht trüben. Maria Ines Teresa bekam die Erlaubnis zu gehen und einen neuen Orden zu gründen, eben die Missionsklarissen, die heute in vielen Ländern der Welt tätig sind. Drei junge Frauen aus Russland leben in der weltweiten Gemeinschaft. - Das Fest dieser Seligen umrahmte also den heutigen Tag. Am Morgen feierten wir in der Kathedrale gemeinsam Eucharistie, am Abend, bei den Schwestern, "Agape". Dazwischen lag ein Tag am Schreibtisch, fast ohne Telefonanrufe, (weil man in vielen unserer Pfarrgemeinden mit Kindern unterwegs ist), drückend heiß und - wenn auch wichtig - kaum interessant für einen größeren Kreis.