Donnerstag, 9. Juni 2016

Reisen

Wie kaum etwas anderes, gehört das Reisen seit 18 Jahren zu meinen äußerlichen Hauptbeschäftigungen. Und wie schon in verschiedenen Märchen richtig beschrieben, kenne auch ich die menschliche Versuchung, gerade das haben zu wollen, was man nicht hat: Der eine sitzt immer zu Hause und möchte "einmal" raus, der andere ist immer unterwegs und möchte "einmal" zu Hause sein. Gestern hatte nicht mehr viel gefehlt bis zum "nichts geht mehr". Heute dagegen war Ruhetag: Zwei angenehme Flüge, eine lange Pause am Moskauer Flughafen. (Dank des technischen Fortschritts, konnte ich einen Teil meiner überfälligen Korrespondenz erledigen.) Dann die Einquartierung in ein Schweizer Hotel, ein Abendessen bei Kerzenschein. Trotzdem hat es mit dem Umschalten noch nicht so richtig geklappt. Ab morgen werde ich predigen und erzählen. Was und was nicht? - ist eine nicht einfache Frage. Morgen nachmittag habe ich ein 60 minütiges Live-Interview im Radio, (wozu mir vorläufig nur dreimal das "Herr, erbarme dich!" auf Russisch einfällt). Und da wäre ja auch schon eine schöne Brücke zum Abendgebet. Oder haben Sie schon gebetet? :-)