Samstag, 18. Juni 2016

Schade, schade!

Heute habe ich großes Pech gehabt. (... oder doch Glück?) Es ist Nacht, von Samstag auf Sonntag. Morgen früh wollten wir in Novosibirsk das 25-jährige Weihejubiläum von Bischof Joseph Werth feiern. Die anderen Bischöfe sind alle dort.
Sogar  der Erzbischof aus Minsk, Thaddaeus Kondrusewicz, Studienkollege des Jubilars und einstiger Erzbischof in Moskau, ist angereist.
Ich sollte gerade jetzt beim Umsteigen in Moskau sein und morgen früh kurz nach 7.00 Uhr in der sibirischen Metropole landen. Aber,...  Das Flugzeug ist kaputt. Das nächste kommt morgen, vier Stunden nach Ende der Messe in Novosibirsk an.
Vor ein paar Tagen (siehe Eintrag vom 15. Juni) hatte ich etwas über jene, subjektiv betrachtet, häufigen Probleme angedeutet. Nun hat es mich selbst getroffen. Schade, schade!
Der Einstieg der großen Fluggesellschaft in den Saratower Linienverkehr leidet, wie es aussieht, unter dem eingesetzten Flugzeugtyp. Aber das hat schon nichts mehr mit Katholisch in Südrussland zu tun.
Morgen bin ich also in Saratow in der Kathedrale zur Sonntagsmesse, was auch wieder mal höchste Zeit ist. Auf dem Heimweg vom Flughafen habe ich Blumen für die Kirche gekauft, denn ich hatte heute beim Treffen mit den Astrachaner Wallfahrer gesehen, dass da keine stehen. Und der Pfarrer ist noch bis Dienstag mit Kindern in Tambow... Es wird Zeit, dass sich die Gemeinde dafür verantwortlich fühlt. (Das wird aber nicht das Hauptthema meiner morgigen Predigt, an die ich nun langsam denken muß.)
Foto: An einer Ortseinfahrt hat man über dem Jahrzehnte alten Symbol von Hammer und Sichel und zwei blaugrün gestrichenen Traktorreifen harmonisch wohlwollend den Schriftzug hinzugefügt: "Gott bewahre Euch!"