Sonntag, 17. Juli 2016

Auf Wiedersehen in Krakow!


Die Sonntagsmesse in Marx war heute auch gleichzeitig die Verabschiedung der Pfarrjugendgruppe, die am Weltjugendtag in Krakow teilnimmt. Pater Bosco hatte für alle T-Shirts bedrucken lassen, die wie eine Visitenkarte getragen werden können: "Russia" und "Marx" steht am Rücken geschrieben. Und mitten drin die Christkönigskirche. Am Ende der Messe bekam die Gruppe einen besonderen Pilgersegen. Dann ging es sofort ans Autos Bepacken. Auf einem Reifen musste Luft nachgepumpt werden. Die Verabschiedungszeremonie zog sich hin... 600 km haben die Armen/Glücklichen heute noch vor sich. Wieviele tausend Kilomter insgesamt, habe ich noch nicht versucht zu zählen. Erste Station ist unsere Pfarrei in Woronezh. Von dort geht es morgen über die erste Grenze nach Weißrussland. 


In neun Tagen fliege ich hinterher und werde einer der beiden russischsprachigen Gruppen in Krakow die Katechesen halten, die zum Weltjugendtag gehören.
Vor 25 Jahren haben wir manchmal mit unseren Jugendlichen (und Erwachsenen) in Marx davon geträumt, einst an einer großen Wallfahrt oder etwas ähnlichem teilnehmen zu können, Weltkirche zu "schmecken". Heute geht ein Traum in Erfüllung. In unserer Zeit von Krisen und Konflikten gibt es auch Gutes. Es waren frohe Stunden, heute vormittag. Mögen alle heil an- und zurückkommen! 
Ich mache mich jetzt mit einem Priester auf dem Weg nach Stepnoje, der gestern eingetroffen ist und für ein paar Jahre in Russland bleiben möchte. Pater Ondrej  aus der Slowakei wird die erste Zeit hier in Marx und Saratow sein, zum Kennenlernen der Situation unserer Kirche. Später entscheidet sich, wo er Pfarrer werden wird. Da er früher schon einmal in Kasachstan tätig war, kann man ihn mit unserer derzeitigen Backofenhitze nicht beeindrucken. Stepnoje bedeutet soviel wie Dorf in der Steppe. Da gibt es keinen einzigen Baum, ...