Freitag, 22. Juli 2016

Aus 700 km Entfernung nochmal zurückgeblickt

Halb neun am Morgen landete ich bereits wieder in Saratow. Der selbe freundliche Pilot, der selbe Platz, hinten beim Gepäck, ... irgendwie ähnlich einer Fahrt mit dem Überlandbus. 
Gestern fiel es mir schwer, ein paar Worte zu dem großen Festakt zu schreiben. Wenn die Welt einem fremd ist, in die man taucht, und wenn man dann noch versucht, sie zu beschreiben, ... Wie klein wird da die Chance, so verstanden zu werden, wie man es meint! Ungewöhnlich ist in Tatarstan das Zusammenspiel der Religionen. Patriarch Kyrill hat es gestern gelobt, als etwas Einzigartiges auf der Welt. Er habe fast alle Länder bereist, aber so etwas hätte er nirgends sonst gesehen... Auch heute ist es schwer, den Gedanken weiter auszuformulieren. 
Der Grundstein für das wieder zu errichtende Kloster der Gottesmutter in Kazan ist jedenfalls gelegt. Und es war für viele gläubige Teilnehmer ein erhebendes Gefühl, dabei zu sein. Staat und Kirche werden sich gemeinsam ins Zeug werfen, denn es geht nicht nur um ein Gotteshaus, sondern um russische Geschichte.

Was das Riesaer Bläserensemble heute vom Baikal geschickt hat, mutet ein bisschen wie Wild-West-Romantik an, erst recht, wenn man hört, dass sie im Haus links ("MATRESHKA") wohnen. Auch zum Baden hat die Zeit gereicht, schreiben sie. (Wenn der Baikal im Sommer mal ganz, ganz warm wird, hat er an der Oberfläche höchstens +18 Grad.)