Freitag, 15. Juli 2016

Marxer Notizen 2

Der zweite Tag ist gleichzeitig Halbzeit der Exerzitien für die vier Jugendlichen zwischen 15 und 22 Jahren im Kloster in Marx. Das kann man optimistisch oder auch pessimistisch sehen, wobei die Worte "schon" und "erst" aus beiden Blickrichtungen gebraucht werden können. Halbzeit. Wir nehmen's, wie es ist. Gott weiß von unseren Begrenztheiten, die zeitliche eingeschlossen. Also wird er schon machen, was nötig ist. Unsere Aufgabe soll sein: ihn dabei nicht zu stören. 
Die Hitze läßt nicht nach. Das setzt auch einige Grenzen. Eigentlich ist es ja normal für die Region. Wir haben Sommer, und zwar auch genau die Mitte - heute, wenn wir, wie hier üblich, eben die drei Ferienmonate Juni, Juli, August mit der Jahreszeit gleichsetzen.
Ich musste zwischendurch zweimal in die Stadt, um beim Notar anzustehen. Der eine hatte zu, wegen Stromausfall, beim anderen warteten entsprechend viele Leute. Meine Papiere wurden zwar vor der Mittagspause angenommen, aber erst nach derselben bearbeitet. Meine Unterschrift war nötig, also konnte ich niemanden bitten, für mich zu gehen. Es ging um das Auto, mit dem die Marxer Jugendlichen zum Weltjugendtag fahren wollen. Schon übermorgen nach der Sonntagsmesse brechen sie auf. Und sie sind nicht die ersten. Der Generalvikar ist schon gestern geflogen.