Montag, 25. Juli 2016

Ein Terminkalender wäre zwecklos

Morgen nun, werde auch ich endlich zum XXXI. Weltjugendtag nach Polen aufbrechen, (an Krakow: 23.00 Uhr). Wie ich heute von einer unserer Gruppen hörte (genauer: las), die sich nach den "Tagen in den Diözesen" nach Krakow auf den Weg machte, lagen sich beim Abschied wieder einmal alle weinend in den Armen. "Wie immer", antwortete ich lächelnd, aus Erfahrung von früheren Treffen her. Ohne Emotion geht's bei der Altersgruppe nicht. Und außerdem ist es wirklich eine großartige und (leider) neue Erfahrung für nicht wenige unserer Jugendlichen, dass fremde Menschen einen tagelang hingebungsvoll wie zur Familie gehörig aufnehmen und wirklich gern haben. 
Wenn ich sage, womit ich mich heute beschäftigt habe, liefere ich Stoff zur (Nicht Stamm-, sondern) Schreibtischempörung. Mindestens eine Stunde ging drauf, um ein Garagentor hinter der Kathedrale zu öffnen. Pfarrer und Hausmeister sind mit Jugendlichen in Polen. Das Vorhängeschloss erinnert an einen Panzer aus dem ersten Weltkrieg, wuchtig und defekt. Als auch ein herbeigerufener Schlosser nichts ausrichten konnte, gab ich unverrichteter Dinge auf. Und dann wurde ich abermals ins neue Caritasbüro gerufen, weil die Handwerker die Decken schon gestrichen hatten, bevor die Frage aufkam, wieviele Lampen wir in die Zimmer haben wollen. Ich spare mir den weiteren Kommentar. 
Inhaltsreicher ging es dann beim Gespräch mit unserer Caritasdirektorin zu, die heute Vormittag noch nicht sagen konnte, ob sie es am Nachmittag bis zu mir ins Büro schafft. Nun sind auch schon die drei Bordkarten für morgen ausgedruckt (Moskau, Frankfurt, Krakau). Die Sekunden des Computers vor dem "aus" sind gezählt. 5 - 4 - 3 - 2 -1 -