Dienstag, 5. Juli 2016

Zwischenstation Tambow

Es liegt zwar nicht direkt an der Strecke, aber der Umweg über Tambow macht es mir möglich, morgen früh um 9.00 Uhr am ausgemachten Bahnhof in der Republik Mordowia zu sein, an dem der Gefängnisseelsorger aus Moskau ins Auto zusteigt. Um 10.00 Uhr ist die hl. Messe mit den Gefangenen geplant. Von hier sind es nur noch 260 km bis dort hin.
Mich begleitet dieses Mal Schwester Helena (2. v.l.), die auch 2002 mit im Auto saß, als wir mit einem deutschen Fernsehteam die Kolonie Nummer 22 besuchten. Wir wurden am Abend überaus herzlich von den hier in Tambow tätigen Schwestern in Empfang genommen, bevor etwas später auch der Pfarrer und seine drei Mitbrüder dazu stießen. Besorgte Unruhe war zu spüren. Als Grund stellte sich heraus, dass zwei polnische Reisende ca. 50 km von Tambow entfernt in einen schweren Unfall geraten waren. Das Auto sei Schrott. Einer von beiden konnte im nächstgelegenen Krankenhaus aus Mangel an Technik nicht versorgt werden. Das Tambower Pfarrteam kümmert sich um die Kontakte, sowohl ins Krankenhaus als auch nach Polen.