Sonntag, 28. August 2016

Drei Begrüßungen

Innerhalb der letzten Stunden kamen nach Marx, an die Wolga:

1) Sieben Männer aus dem Osnabrücker Raum, die uns hier in ihrer Freizeit helfen werden, einiges zu richten oder endlich in Ordnung zu bringen, was sonst noch - wer weiss wie lange - liegen bleiben würde. Seit über 15 Jahren gibt es diese Besuche. Es scheint jedesmal, als ob Verwandte ins Haus kommen, pflegeleicht und kostenlos. (-: Sie nehmen, bzw. geben dafür ihren Urlaub, falls es sich nicht um Rentner handelt. Heute ist erst einmal Sonntag, gut zum Aklimatisieren, auch wenn die Temperaturen zurzeit ziemlich gleich sind, in Deutschland und hier. Weil der erste Besuch stattfand, als in Marx das Kloster gebaut wurde (eingeweiht im Herbst 2001), nennen wir die Truppe häufig "die Klosterbauer", auch wenn sie inzwischen aus ganz anderen Gründen, in andere Orte oder in anderer Besetzung kommen. 
2) Eine schöne Figur der heiligen Theresia von Lisieux, die wir der aufmerksamen Sorge von Herrn Norbert Laubstein aus Berlin verdanken. Es kommt vor, dass Kirchengegenstände in Deutschland (leider) nicht mehr gebraucht werden, und man weiß nicht, wohin damit. Hier leben wir im Gegenteil: Sie werden gebraucht, und man weiß nicht, woher sie nehmen. Auf ihrer Autofahrt zu uns, hatte "Theresia" kurzzeitig am Weltjugendtag in Krakow "teilgenommen". Dann fuhr sie weiter, per Anhalter, könnte man sagen. Gestern Abend kam sie endlich in Marx an. Hier wird sie den Schwestern gehören, die Theresia als eine ihrer Ordenspatroninnen verehren. (An ihrem Fest, dem 1. Oktober, ist es üblich, dass junge Schwestern ihre Gelübde ablegen, bzw. erneuern.) 
3) Pater Bosco (Pfarrer Marschner), der aus dem Urlaub zurück ist. Am Ende der Sonntagsmesse bedankte er sich bei denen, die ihn während seiner Abwesenheit vertreten hatten. Das betraf eigentlich besonders Pater Ondrej, der in dem Moment schon auf dem Weg in seine Heimat, die Slowakei, war. Wir hoffen, dass er bald wieder kommt. Auch war Pater Reinhard (Pfarrer Doleschal) die meiste Zeit hier. So kam es, dass heute drei deutsche Priester gemeinsam am Altar in Marx - was auch "an der Wolga" heißt - standen.