Freitag, 23. September 2016

Die Sache mit der Kuh

Es ist 18 Jahre her, dass wir nach einem gemeinsamen Besuch bei einer kinderreichen Familie in Marx, mit Gästen aus Osnabrück zu dem Entschluss kamen, dieser Familie beim Erwerb einer Kuh zu helfen. Circa 600 Euro waren nötig. Ich glaube, innerhalb von zwei Tagen, hatten wir das Geld für drei Kühe zusammen. Wo nun aber hin damit? Die Frage war eher theoretisch. Mit einem solchen Geschenk konnte man vielen dauerhaft helfen. Und so entwickelte sich das Projekt "Eine Kuh für Marx". Es wurde zum Selbstläufer und überholte manchmal unsere Listen derer, die dieser "Hilfe zur Selbsthilfe" bedurften. Bis heute gibt es immer wieder Ehepaare, Geburtstagskinder oder - nun auch - ein Bläserensemble, die eine Kuh schenken. Schön, nicht wahr?

Lustig sind manchmal die unsicheren Augen derer, die dann vorsichtig fragen, wie man denn "die Kuh da rüber bekommt". Und ein unerwarteter Grund zur Freude war die Nachricht, dass ein Verein in Ostsibirien das ganze Projekt mit eigenen Mitteln nachgeahmt hat.

Die Kuh vor der Marxer Kirche erinnerte mich an all das, sowie in ihre inzwischen über 500 "Kolleginnen", die Familien in schwierigen Situationen geholfen haben. Danke allen, die sich die Idee zu eigen gemacht haben!